Der Regisseur und seine Meinung zum Stück
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Mathias Hagi (*1953)
arbeitete nach seiner Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich
an verschiedenen Theatern in Deutschland. Nach seiner Rückkehr in
die Schweiz engagierte er sich vor allem im Bereich des Laientheaters
und realisierte mit den verschiedensten freien Gruppen Inszenierungen.
Daneben ist er als Theaterpädagoge an LehrerInnenseminarien und an
der Universität Bern tätig und erarbeitet regelmässig Aufführungen
mit Kindern.
Mathias Hagi zum Stück
Mir scheint die wesentliche Aussage des Stückes die zu sein,
dass es keine wirkliche Liebe ohne Verantwortung gibt. Wer liebt, legt
vertrauensvoll ein Stück weit sein Schicksal in die Hände des
anderen. Wirklich lieben kann nur der, dem es gelingt, das Leben eines
anderen ebenso wichtig zu nehmen wie das eigene.
Dieser Respekt und die Achtung vor dem Leben des anderen fehlt den Figuren
in diesem Stück, mit Ausnahme von Lida. Blind versuchen sie zu erreichen,
was ihrem eigenen Wohl dient, verstecken es aber hinter scheinbar Gutgemeintem
und schäbigen Floskeln.
Es wird in diesem Stück viel von Liebe gesprochen, jedoch wenig danach
gehandelt. Nein, schuldig im juristischen Sinn hat sich niemand gemacht.
- Eine moralische Schuld kann aber schwerer wiegen als eine gerichtlich
festgestellte....
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