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Sonntag, 5. Februar 2012

 
 

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Der Regisseur und seine Meinung zum Stück


Mathias Hagi (*1953) führt bereits zum fünften Mal Regie für die DFTG.
Er absolvierte seine Theater-Ausbildung an der Schauspielakademie Zürich und arbeitete danach an verschiedenen Theatern in Deutschland. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz engagierte er sich vor allem im Bereich des Laientheaters und realisierte mit den verschiedensten freien Gruppen Inszenierungen.
Daneben ist er als Theaterpädagoge an LehrerInnenseminarien und an der Universität Bern tätig, erarbeitet regelmässig Aufführungen mit Kindern und steht gelegentlich selber mit Eigenproduktionen als Schauspieler auf der Bühne.


Mathias Hagi zum Stück

Nein, sicher ist Mirandolina nicht ein tiefsinniges Stück, kommt dazu, dass das Ende der einfachen Geschichte schon bald nach Beginn des ersten Aktes zu erahnen ist.

Aber Mirandolina ist eine wunderbare Komödie der tausend Verstellungen, ein schillerndes Spiel zwischen Schein und Sein, als turbulentes und raffiniertes Spielstück eine grosse Herausforderung für jede Theatergruppe.
Diese Herausforderung ist es, die mich als Regisseur reizt, gilt es doch, die durch Text und Inhalt geforderte Leichtigkeit durch intensives Proben zu finden, eine Balance zwischen karikierender Überzeichnung einzelner noch aus der Tradition der Commedia dellÁarte stammender Figuren wie dem Conte und dem Marchese und den eigenständigeren wirklichen Charakteren wie Mirandolina und dem Cavaliere zu erarbeiten.

Interessant ist für mich auch der Versuch, diese Geschichte in den engen Verhätnissen einer von zwei Seiten einsehbaren Kellerbühne fast ohne Requsiten und Bühnenbild, ganz konzentriert auf die Figuren, ihre vielfältigen Verstrickungen und ihre doppelbödigen Spielereien handeln zu lassen.

 
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