Inhalt von "Mirandolina"
Originaltitel: "La Locandiera"
auch bekannt unter "Die Wirtin"
Lustspiel in drei Akten von Carlo Goldoni
Erstaufführung im Jahre 1752 (italienisch).
Das Stück spielt in Florenz, in Mirandolinas Gasthaus.
Die Herbergswirtin Mirandolina beherbergt zwei besondere Gäste: den
verarmten Marquis von Forlipopoli, und den neureichen Grafen von Albafiorita.
Beide buhlen um die Gunst der schönen Mirandolina. Der eine schenkt
ihr ein edles Seidentuch aus Londón, der andere beehrt sie mit
diamantenem Schmuck.
Zu diesen beiden stößt der Frauen verachtende und hochmütige
Ritter von Ripafratta. Im Gegensatz zum Marquis und dem Grafen verzichtet
er auf Komplimente gegenüber der Wirtin. Mirandolina hingegen bezirzt
den "Cavaliere" durch ihren weiblichen Charme und ihre überschäumende
Höflichkeit. Im Laufe der Handlung wandelt sich der frauenfeindliche
Ritter zum feurigen Liebhaber, der seinerseits Mirandolina auf plumpe
Art zu gewinnen versucht.
Fabrizio, der Kellner von Mirandolina, der zwar mit den Spielereien seiner
Herrin vertraut ist, verliebt sich ebenfalls in die Herbergswirtin. Die
beiden Kommödiantinnen Ortensia und Dejanira stiften zusätzliche
Verwirrung. Dass am Ende Fabrizio der Glückliche sein wird, lässt
sich ziemlich rasch erahnen.
Die Musik zum Stück:
Damit Sie ein bisschen wissen, in welchem Zusammenhang die Musik eingespielt
wurde, sehen Sie jeweils den letzten Satz vor den Muikeinsätzen.
(real-audio-streams)
Akt I
01. Beginn
(Wirtshaus von Mirandolina)
Fabrizio: "Wer die (Frauen) verstehen kann ist tüchtig."
02. Umbau 1
(Zimmer des Cavaliere)
Cavaliere: "Es ist irgend etwas besonderes an ihr (Mirandolina).
Aber deswegen werde ich mich noch lange nicht verlieben!"
03. Umbau 2
(anderes Gastzimmer)
Mirandolina: "Solange sich der Conte und der Marchese mit den
beiden (Komödiantinnen) beschäftigen, lassen sie mich ja in
Ruhe, und da kann ich mich ungestört um den Cavaliere kümmern."
04. Umbau 3
(Zimmer des Cavaliere)
Akt II
Cavaliere: "Oh Verfluchte (Mirandolina), ich habe dich durchschaut,
du willst mich überwältigen, willst mich morden. Aber sie macht
es mit so viel Grazie! Sie versteht es so gut, sich einzuschmeicheln...
Teufel, Teufel, du willst's mir wohl zeigen? Nein, ich gehe nach Livorno!"
PAUSE
Der Conte speist mit den zwei Komödiantinnen.
05. nach der
Pause
(Zimmer des Conte)
Cavaliere: "Was sehe ich? Mirandolina? Was will sei von mir? Sie
hält ein Papier in der Hand. Gewiss bringt sie die Rechnung. Wie
nur soll ich mich verhalten?"
06. Zwischenmusik
1
Mirandolina: "Das Werk ist vollbracht. Sein herz hat Feuer gefangen,
lodert und sinkt in Asche."
07. Umbau 4 (gleiches Stück wie 03.)
(Mirandolinas Zimmer)
Akt III
Cavaliere: "Verflucht der Augenblick, in dem ich sie das erste
Mal gesehen habe! Ich bin in ihre Schlinge gegangen, und da gibt es kein
Entkommen mehr!"
08. Zwischenmusik
2 (O sole mio)
Conte: "Ich will ihren Gasthof ruinieren. Ich habe auch die beiden
Komödiantinnen fortgeschickt."
(...)
Marchese: "Ich will augenblicklich mein Fläschchen zurückholen."
09. Umbau 5
(anderes Zimmer)
Mirandolina: "Sie aber, meine Signori, ziehen Sie ihre Konsequenz
aus dem , was sie erlebt haben: zu Nutz und Fromm Ihrer Herzen. und wenn
Sie jemals in die Lage kommen sollten, zu zweifeln oder gar zu wanken
und zu fallen, dann denken Sie an die Listen, die Sie gesehen haben, erinnern
Sie sich an Mirandolina."
10. Schluss (gleiches Stück wie 01.)
Um die Musikstücke anhören zu können, benötigen Sie
den Real Player. Die aktuelle Version können Sie kostenlos unter
real.com herunterladen.
Hier finden Sie noch einen abschliessenden Bericht
des Cavaliere von Ripafratta.
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